Kleine Gebrauchsanweisung für meine Welpen

 

AUSSTATTUNG

 

Sinnvoll ist die Anschaffung einer Hundebox, die der Größe ihres Teckels entsprechend immer genügend Platz bieten sollte. Achten Sie auf eine gute Belüftung und das genügend Licht in die Box fallen kann. Tür und Fenster sollten aus Metall sein. Die Box wird als Schlafplatz, Rückzugsmöglichkeit, zum sicheren Transport im Auto und zum Aufenthalt in fremder Umgebung dienen.

 

Halsung und Leine. Achten sie beim Kauf einer Halsung auf den Verschluss. Oftmals sitzt der genau unter dem Kehlkopf, was für den Hund unangenehm ist. Bequem und sicher sind die so genannten Halbwürger, die ich ihnen gerne zeigen kann.

 

Näpfe für Wasser und Futter, sollten standsicher und gut zu reinigen sein.

 

Spielzeug sollte immer so beschaffen sein, dass ihr Hund es weder verschlucken noch Teile davon abnagen und verschlucken kann.

 

Ein Kamm und eine weiche Bürste für die Fellpflege.

 

EINGEWÖHNUNG

 

Bedenken sie, was alles auf den Welpen einstürmt. Er kommt aus seinem gewohnten Umfeld zu fremden Menschen in eine unbekannte Umgebung. Geben sie ihm Zeit, sich in aller Ruhe auf alles Neue einzustellen. Richten sie es so ein, dass sich ihr neues Familienmitglied in den ersten acht Tagen erst einmal nur mit ihnen vertraut machen kann. Für Besucher ist später Zeit!

 

Tipp für die ersten Nächte:

Spielen sie nochmals ausgiebig mit ihrem Welpen. Wenn sie die verschlossene Schlafbox anfangs neben ihrem Bett aufstellen, können sie ihn meist schon mit ihrer Stimme beruhigen, sobald er sich meldet. Bleibt er unruhig, muss er sich vielleicht lösen.

 

Fast alles was ihr Welpe in den nächsten Wochen bei bzw. mit ihnen erlebt ist neu für ihn, angefangen beim Staubsauger bis hin zum dicken LKW an der Straße. Lassen sie ihn fremde Gegenstände erkunden, unterstützen sie ihn durch ihre Anwesenheit, Nähe und Ruhe.

Bedauern sie ihren Hund nicht, dadurch würde seine Angstreaktion bestätigt und somit verstärkt. Im schlimmsten Fall sogar gefestigt!

 

FUTTER

 

Die Ernährung ihres Hundes muss in der Zusammensetzung ausgeglichen sein und die für ein gesundes Hundeleben notwendigen Inhaltsstoffe in richtiger Zusammensetzung enthalten.

Da man als Laie kaum in der Lage ist, ein in der Zusammensetzung 100%iges Futter zu bereiten, ist es am einfachsten, wenn sie ein dem Alter ihres Hundes entsprechendes Fertigfutter verabreichen.

Ihr Welpe ist bei uns hauptsächlich mit „ROYAL CANIN Mini Junior“ (Trockennahrung) und „Gran Carno Junior“ (Dosenfutter) gefüttert worden. Bitte behalten sie dieses Futter zunächst bei.

Die Ration ihres etwa 9 Wochen alten Welpen liegt bei ca. 40 Gramm Trockenfutter 3mal täglich, weichen sie es in der nächsten Zeit noch einige Minuten in etwas heißem Wasser ein.

Vom Dosenfutter ergeben etwa 100 bis 150 Gramm eine Mahlzeit.

 

Wenn sie ihren Welpen auf ein anderes Futter umstellen möchten, mischen sie das alte und neue Futter. Der Anteil des gewohnten Futters sollte zunächst etwa 75 % betragen und nach und nach verringert werden. Achten sie darauf, dass sie eine wirklich hochwertige Nahrung verfüttern, lassen sie sich beraten, die Auswahl ist riesig.

Wer selbst zubereitetes Futter verfüttern will, sollte sich bei seinem Tierarzt nach Nahrungsergänzungsmitteln erkundigen. Nur dann ist gewährleistet, dass der Bedarf an allen notwendigen Nähr- und Aufbaustoffen abgedeckt ist.

 

Wichtig: Geben sie kein rohes Schweinefleisch und kein Futter direkt aus dem Kühlschrank. Süßigkeiten, auch Hundeschokolade, gehören nicht in den Hundemagen! Haben sie gewusst, dass schon kleinere Mengen Kakao, Trauben, Rosinen und Zwiebelgewächse (z.B. Knoblauch) für den Hund tödlich sein können?

 

Im Grunde sollte Ihr Hund ja alle, ihm bereiteten Schüsseln leeren, sie werden aber bald merken, was er besonders mag und was ganz und gar nicht. Aber: Verwöhnen sie ihren Hund nicht, indem sie ihm nur noch die besten Häppchen vorsetzen, weil er mal eine Mahlzeit verschmäht. Ein erwachsener Hund kann durchaus 2-3 Tage ohne Futter auskommen!

 

Die spätere Futtermenge ist von Hund zu Hund unterschiedlich, man kann sie nicht in Gramm ausdrücken, denn bei gleicher Menge ist der eine Hund  spindeldürr und  der andere  kugelrund. Das richtige Maß ist alleine durch Beobachtung des eigenen Tieres festzustellen.

Meist sind die Futtermengenangaben der Hersteller zu hoch!

 

TRINKEN

 

Frisches Wasser muss stets zugänglich und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen!

 

DIÄTFUTTER bei verdorbenem Magen oder Durchfall

 

Für die Zubereitung eines Diätfutters eignen sich Reisschleim, Haferschleim oder Kartoffelstampf als Kohlenhydratquelle, Geflügelfleisch oder Hüttenkäse (falls ihr Hund Milchprodukte verträgt) als Proteinspender und gekochte Karotten.

Mischen sie z.B. zwei Teile Kartoffelstampf mit einem Teil Hühnerfleisch und fügen Karotte hinzu. Das Diätfutter über den Tag verteilt in kleinen handwarmen Portionen verfüttern.

 

Hinweis: Karotten schälen, klein schneiden und mindestens 60 Minuten kochen, damit sie ihre Wirkung entfalten. Nähere Infos dazu finden sie im Internet unter: Moro´sche Möhrensuppe.

 

Als Getränk eignet sich abgekühlter, dünner Kamillentee.

 

Sehr wichtig: Verschieben sie den Gang zum Tierarzt nie zu lange!

Bei Fieber ab 40°C (Normaltemperatur 38-39°C, Welpen bis 39,5°C) sofort zum Tierarzt !

 

STUBENREIN

 

Den Hund stubenrein zu bekommen ist reine Fleißarbeit. Welpen haben einen regen Stoffwechsel und „müssen“ dementsprechend oft Darm und Blase entleeren.

 

Ihre Aufgabe ist es, den Kleinen möglichst oft an die Stelle zu bringen, wo sie möchten, dass er seine Geschäfte erledigt. Mit Sicherheit ist nach jeder Futteraufnahme und wenn der Welpe ausgeschlafen hat zumindest mit einer kleinen Pfütze zu rechnen. Bevor ein Welpe sich löst, läuft er kurz suchend umher, das ist der beste Zeitpunkt ihn hochzunehmen und an den Löseplatz zu bringen. Machen sie das in aller Ruhe und erschrecken sie ihn dabei nicht!

 

Klappt es nach Wunsch muss ein überschwängliches Lob erfolgen. Ist das kleine Unglück schon geschehen, hat es keinen Sinn mehr den Hund zu strafen, denn er kann eine Strafe nur im Augenblick des „Vergehens“ mit der „Tat“ in Verbindung bringen.

 

ERZIEHUNG

 

Die Erziehung beginnt in dem Moment in dem sie ihren Welpen bei uns abholen. Die Weichen werden vom ersten Tag an gestellt, achten sie darauf, dass sie die Richtung vorgeben.

Unerwünschtes Verhalten muss man von Anfang an unterbinden und nicht erst, wenn aus dem goldigen Kleinen ein raffinierter, starrsinniger und manchmal sogar böswilliger Großer geworden ist.

Meist  kann man  unangenehmes  Verhalten  alleine mit dem Tonfall der Stimme - scharf und streng – unterbinden.

Als Belohnung für eine erfolgreich absolvierte Übung sollten kleine Leckerlies anfangs stetig, später unregelmäßig gegeben werden. Der Tonfall der Stimme ist - lobend und freundlich. Auch Streicheleinheiten dürfen nicht fehlen. Komm und Sitz sind die einfachsten Befehle, die schon der Welpe lernen sollte.

 

Vermenschlichen sie Ihren Hund nicht! Er braucht einen Anführer an dem er sich orientieren kann und der ihm Sicherheit vermittelt, ansonst muss ER diese Rolle einnehmen um das – in seinen Augen dazu unfähige Rudel - zu beschützen, samt allen für uns dünnhäutige Menschen manchmal recht unangenehmen Folgen.

 

Während des Sommers bieten viele Ortsgruppen des Deutschen Teckelklub einen Hundeführerlehrgang für Herrchen / Frauchen und Hund an. Sollten sie daran interessiert sein, können wir ihnen Kontaktadressen nennen.

 

IN DIE WEITE WELT

 

In den ersten Tagen sollte ihr Welpe zunächst sein Heim und den Garten erkunden. Spaziergänge überfordern ihn noch.

Dennoch müssen sie ihren Welpen möglichst früh an die Umwelt und ihre Geräusche gewöhnen. Bringen sie ihren Welpen zunächst an einen ruhigen Ort, den sie in seinem Tempo gemeinsam erkunden. Für einen Welpen ist nicht die zurückgelegte Strecke wichtig, er muss Zeit haben die Umgebung zu erkunden um dadurch Sicherheit zu erlangen.

Fühlt er sich nach ein paar Tagen zunehmend sicherer, können sie sich dem Stadtleben langsam nähern. Erst in Nebenstraßen und später auch mal durch eine Fußgängerzone.

 

Wichtig: Es ist ratsam erst nach der 2. Impfung Orte aufzusuchen, an denen viele fremde Hunde sind oder waren (Ansteckungsgefahr).

 

ALLEINE BLEIBEN

 

Das alleine bleiben sollte ihr Welpe möglichst bald lernen. Fangen sie damit an, wenn sich der Kleine gut bei ihnen eingewöhnt hat. Üben sie das alleine sein wenn der Welpe sowieso müde ist und geben sie ihm etwas zu nagen oder ein Spielzeug an seinen Schlafplatz.

Verlassen sie den Raum zuerst nur wenige Minuten und steigern dies langsam. Wenn sie wieder in den Raum kommen bedenken sie: Alleine sein ist nichts besonderes, also wird ihr Welpe - wenn überhaupt - auch nur mit einem kurzen „braver Hund“ bedacht.

Bevor sie ihn länger alleine lassen, sollten sie sicher sein, dass er ruhig bleibt und keine Angst hat.

 

AUTO FAHREN

 

Die meisten Hunde sind begeisterte Autofahrer, vorausgesetzt sie wurden schon als Welpe daran gewöhnt. Einer Fahrt mit dem Auto sollte anfangs immer ein tolles Erlebnis folgen, z.B. ein Spaziergang im Wald. Bald wird Ihr Hund das Auto mit für ihn interessanten Geschehen verknüpfen. Nutzen sie im Auto die ihm bekannte Hundebox und machen sie ihm den Aufenthalt darin z.B. durch die Gabe eines Kauknochens angenehm.

 

TIERARZT

 

Fragen sie Freunde und Bekannte zu welchem Tierarzt sie gehen und erkundigen sie sich genauer warum er empfohlen wird.

Ein guter Tierarzt zeichnet sich nicht alleine dadurch aus, dass er die Tiere ihrer Nachbarn und Bekannten schon seit Jahren impft.

 

IMPFUNG, WURMKUR, PARASITEN

 

Wenn sie ihren Welpen bekommen ist mehrmals entwurmt und das erste Mal geimpft. Die Grundimmunisierung muss durch weitere Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche abgeschlossen werden.

In der 12. Woche erhält ihr Welpe erstmals die Tollwutschutzimpfung. Eine weitere Wiederholungsimpfung ist in der 16. Woche fällig.

Danach werden folgende Nachimpfungen empfohlen: Jährlich gegen Leptospirose und Parainfluenza (Zwingerhusten) und je nach Hersteller alle 2-3 Jahre eine Impfung gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Tollwut. Ihr Tierarzt wird sie gerne beraten.

Lassen sie sich bei der Nachimpfung von ihrem Tierarzt beraten, wann ihr Welpe wieder entwurmt werden soll. Eine Auflistung der bisher verabreichten Wurmkuren haben wir dem Impfpass beigelegt. Bei Kontakt mit Kindern ist eine regelmäßige Wurmkur oder Kotuntersuchung besonders wichtig.

 

Außerdem sollten sie sich über die verschiedenen Präparate mit mehrwöchiger Wirkungszeit gegen Zecken und andere Ektoparasiten informieren lassen.

Wer in den Süden fährt, sollte seinen Hund unbedingt vor Leishmaniose (Sandmücken) schützen. Ggf. ist auch ein Impfschutz gegen Borreliose (Zecken) ratsam.

 

ZAHNWECHSEL

 

Die Milchzähne verliert ihr Hund, meist unbemerkt, etwa ab dem 4. Monat. Sie sollten aber unbedingt darauf achten, dass die Fangzähne des Milchgebisses rechtzeitig ausfallen, damit die bleibenden Zähne Platz haben.

Wenn der neue Fangzahn halb so lang wie der Milchzahn ist, sollte dieser bald ausfallen. Vorsichtige Zerrspiele können den Milchzahn lockern. Fällt er nicht aus, kann es zu Fehlstellungen kommen und der bleibende Zahn wächst in den Kiefer ein.

Allerspätestens wenn der bleibende Zahn die gleiche Größe wie der Milchzahn erreicht hat, muss dieser gezogen werden! Gehen Sie gegebenenfalls rechtzeitig zu ihrem Tierarzt.

 

PFLEGE

 

Nicht nur zur Pflege und Gesundheitskontrolle ist es notwendig, dass sich ihr Hund überall anfassen lässt Es kann unter Umständen sogar Lebenswichtig sein, dass sie ihrem Hund etwas aus dem Fang holen können. Von Anfang an können sie dies ganz nebenbei üben. Wenn er müde und entspannt neben ihnen liegt, schauen sie sich seine Ohren, seine Pfoten, die Zähne und Augen an. Rollen Sie sein Fell sachte durch die Finger. Ihr Hund wird es als angenehm empfinden.

 

Ohrschmalz in der Ohrmuschel, entfernen sie mit einem über die Fingerkuppe gelegten trockenen Stofftuch. Alles was sie so nicht erreichen können, sollte bei Bedarf vom Tierarzt gereinigt werden. Riechen die Ohren übermäßig, sollte der Tierarzt nachschauen.

 

CHIPNUMMER

 

Ihr Teckel kann mittels seines implantierten Microchip Transponders identifiziert werden. Der etwa reiskorngroße Chip wurde auf der linken Halsseite unter die Haut gesetzt und ist ggf. tastbar.

Die Chipnummer, die weltweit einmalig ist, finden sie in der Ahnentafel und im Impfpass ihres Hundes. An Hand der Dokumente können sie belegen, dass sie der Besitzer des Tieres sind.

Wir haben ihren Welpen bei der Haustierzentrale „TASSO.net“ angemeldet. Alle Unterlagen dazu werden ihnen von Tasso zugesandt.

Sollte ihr Hund einmal abhanden kommen, können sie eine Suchmeldung und die Rückvermittlung über Tasso veranlassen.

 

WENN ES UM HUNDE GEHT...

 

Es gibt viele Wege der Erziehung und im Umgang mit Hunden.

Schauen sie sich alles genau an und picken sich anschließend die Methoden heraus, die zu ihnen und ihrem Hund passen., denn wie wir Menschen auch, sind alle Hunde verschieden. Was für den einen goldrichtig ist, kann gerade ihrem Hund Schaden zufügen.

 

BUCHTIPP

 

Ein sehr gutes Hundebuch ist im Gollwitzer Verlag erschienen:

Eric H.W. Aldington, Was tu´ ich nur mit diesem Hund?

Dieses Buch vermittelt auf interessante Weise wie ein harmonisches Zusammenleben von Familie und Hund herbeigeführt wird.

 

KONTAKT

 

Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, bei Fragen oder Problemen jedweder Art rufen Sie uns einfach an, in dringenden Fällen jederzeit!

Überhaupt würden wir uns sehr freuen, wenn wir immer wieder mal etwas von unserem Hundekind und seinen Besitzern hören!

Sollten sich ihre Kontaktdaten ändern, bitten wir um eine kurze Nachricht.

 

Wir wünschen Ihnen ein langes und glückliches Miteinander und recht viel Freude mit ihrem neuen Hausgenossen.

 

 

Ihre

Züchtergemeinschaft

Erika & Inka Luda

 

Druckversion "Gebrauchsanweisung"